Startseite Finanzen, Recht & Steuern Zu viel Deutschland im Depot: Weniger Rendite und stärkere Schwankungen als mit internationaler Geldanlage sind die Folgen

Zu viel Deutschland im Depot: Weniger Rendite und stärkere Schwankungen als mit internationaler Geldanlage sind die Folgen

von RATGEBERmanagement

Nur rund drei Prozent des Gesamtwertes aller an den weltweiten Börsen gehandelten Aktien entfallen auf in Deutschland börsennotierte Firmen. Doch kaum jemand kennt diese international vergleichsweise geringe Bedeutung. Die Folge: Wenn deutsche Anleger versuchen, ihr Geld weltweit gestreut anzulegen, investieren sie regelmäßig viel zu große Teile ihres Depots in deutsche Aktien.

“Dieses Phänomen haben uns inzwischen hundertfache Depotanalysen bestätigt, die wir für Interessenten außerhalb unseres Kundenstamms in den vergangenen vier Jahren in Deutschland gemacht haben”, erklärt Philipp Dobbert, Chefvolkswirt der Quirin Privatbank. So liegt in diesen Vermögens-Checks der Quirin Privatbank (siehe www.quirinprivatbank.de/vermoegens-check) der Anteil deutscher Aktien im Schnitt bei fast 50 % aller Einzelwerte in den Depots. “Und wir haben nicht einmal einen unter hundert Anlegern gefunden, der weniger als drei Prozent seines Depotvolumens in deutsche Aktienwerte investiert hat”, berichtet Philipp Dobbert.

Welche Nachteile eine zu starke Gewichtung deutscher Aktien haben kann, zeigt ein Beispiel: Im Schnitt der fünf Jahre zwischen Oktober 2013 und Oktober 2018 kam der DAX-Index auf einen Wertzuwachs von 7,34 % – gerechnet ohne Kauf- und Depotkosten für Anleger(1). Die Quirin Privatbank bietet dagegen eine Anlage in börsennotierte Indexfonds (ETFs) und Anlageklassefonds, gewichtet nach der internationalen Bedeutung weltweiter Aktienmärkte. Die Performance dieser Geldanlage betrug im beschriebenen Fünfjahreszeitraum – selbst nach Kostenabzug – im Schnitt 8,41 % (2). Hierfür mussten Anleger bereit sein, 100 % ihres Vermögens in Aktien anzulegen und Schwankungen in Kauf zu nehmen.

“Unsere Kunden konnten also mit einer Aktienanlage nach der relativen Bedeutung internationaler Börsen deutlich mehr Rendite erzielen als mit einem Investment in den DAX. Und das bereits unter Berücksichtigung aller Kosten, die bei der genannten DAX-Rendite noch fehlen”, erklärt Chefvolkswirt Dobbert. Bei einem Depotwert von 200.000 Euro macht die Renditedifferenz von 1,07 % per anno auf fünf Jahre gerechnet bereits ein Ertragsplus von über 10.900 Euro aus. Ein weiterer Vorteil: Die Schwankungen des Depotwertes fallen bei einer breiteren Verteilung deutlich geringer aus als bei der Konzentration auf nur wenige weltweite Märkte wie etwa nur Deutschland.

(1) Indexrendite vom 30.9.2013 bis 30.9.2014 in Höhe von 10,24 %, vom 30.9.2014 bis 30.9.2015 von 1,96 %, vom 30.9.2015 bis 30.9.2016 von 8,8 %, vom 30.9.2016 bis 30.9.2017 von 22,05 % und vom 30.9.2017 bis 30.9.2018 von -4,54 %

(2) Kundenperformance Markt-Portfolio 100/0 vom 30.9.2013 bis 30.9.2014 in Höhe von 12,73 %, vom 30.9.2014 bis 30.9.2015 von 1,34 %, vom 30.9.2015 bis 30.9.2016 von 10,16 %, vom 30.9.2016 bis 30.9.2017 von 11,27 % und vom 30.9.2017 bis 30.9.2018 von 6,95 %. Diese Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit - frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

(ots)

Bildquellen

  • Zu viel Deutschland im Depot: Weniger Rendite und stärkere Schwankungen als mit internationaler Geldanlage sind die Folgen.: obs/Quirin Privatbank AG/Sven Serkis

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