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Mitarbeitergewinnung 2021: So geht innovatives Recruiting

von smwx
Cüneyt Karatas

Der Arbeitsmarkt ist nicht nur für Arbeitnehmer herausfordernd, sondern auch für Unternehmen, die auf der Suche nach Fachkräften sind. So etwas wie Fachkräftemangel gibt es nicht, sondern es wurden schwerwiegende Fehler von Unternehmensseite in der Personalpolitik gemacht, welche dafür sorgen, dass qualifizierte Mitarbeiter eben woanders anheuern.

Personalsuche beginnt beim Branding

Noch immer verharren viele Unternehmen in den Mustern der Vergangenheit, wenn es um die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern geht. Da werden Jobportale mit nichtssagenden Annoncen geflutet oder es wird sich per Print auf die Suche nach potenziellem Personal begeben. Das Problem hierbei: Wie kann man auf diese Weise das eigene unternehmerische Branding in den Vordergrund rücken, welches dafür sorgt, dass der Arbeitgeber attraktiv und einzigartig wahrgenommen wird? Die Antwort darauf: Gar nicht. Deshalb müssen 2021 in der Mitarbeiterfindung andere, moderne Wege gegangen und Strategien angewandt werden, zumal die vorherrschenden Krisenzeiten massive Chancen in sich bergen.

Neues Mindset der Mitarbeitergewinnung 2021

In den klassischen Stellenausschreibungen wird eher die Perspektive des Unternehmens eingenommen. Es werden vor allem folgende Fragen bearbeitet:

●     Welche Qualifikationen werden gesucht?

●     Was ist das Unternehmen bereit zu bezahlen?

●     Nach welcher Sorte Mensch, mit welcher Erfahrung wird Ausschau gehalten?

Natürlich ist dies wichtig, jedoch nicht ausschlaggebend für hochqualifizierte Mitarbeiter. Es muss zu einer kopernikanischen Wende in der Mitarbeitersuche kommen und folgende Frage gestellt werden:

Was sucht der zukünftige Mitarbeiter?

Sich in die Lage der Arbeitnehmer zu versetzen, auf ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ziele einzugehen, ist essentiell, um an die passenden Personen zu gelangen.

Der Arbeitnehmer im Mittelpunkt

Viele Unternehmen gehen noch immer davon aus, dass die Höhe des Honorars das einzige Mittel der Motivation ist, um attraktiv auf Arbeitnehmer zu wirken. Dem ist jedoch nicht mehr so. Fachkräfte suchen nach Entfaltungsmöglichkeiten, Chancen, ihr Potenzial auszuschöpfen, kreativ wirken zu können und viele weitere Punkte. Auf diese Motivationsebene begeben sich die wenigsten Unternehmen. Diese müssen sich fragen, wie sie sich am Arbeitsmarkt positionieren wollen und können. Wofür möchten sie stehen und wie möchten sie wahrgenommen werden? Welche Wünsche der Mitarbeiter können und wollen sie überhaupt verwirklichen? All das sind wichtige Fragen, die tunlichst schon vor dem Beginn der Suche adäquat zu beantworten sind, denn Mitarbeiter wollen für Unternehmen mit bestimmten Werten und Perspektiven tätig sein. Das macht den Unterschied zur Konkurrenz aus.

Unspezifische Suche kostet Zeit, Geld und Nerven

Klassische Personalsuche basiert größtenteils auf dem Faktor Glück. Da viel zu viele Ausschreibungen zu vage formuliert sind, melden sich teilweise Menschen, die zum eigentlichen Anforderungsprofil gar nicht passen. Die Bewerbungsschreiben zu durchforsten und Bewerbungsgespräche durchzuführen, kostet neben Zeit, Energie und damit Geld.

Grund für das “schlechte” Abschneiden ist vor allem das fehlende Unternehmensbranding, welches dafür sorgen soll, die richtigen Mitarbeiter anzusprechen. Die notwendigen Reflexionsprozesse sollten lange vor der Mitarbeitersuche durchgeführt werden. Leider geraten Unternehmen dann sehr schnell in Zugzwang, weil fehlendes Personal ebenfalls Geld kostet, was dazu führt, dass die eigenen Ansprüche nach unten geschraubt werden. Ein Teufelskreis, der sich hier in Bewegung setzt.

Mitarbeitergewinnung 2021 funktioniert nur über die Branding-Basis

Vielen Unternehmen scheint es zu aufwändig, sich mit dem eigenen Branding auseinander zu setzen. Doch mittelfristig hilft diese Strategie maßgeblich dabei, sich aus dem eben angesprochenen Teufelskreis zu befreien.

Wie bereits angedeutet, tauscht der moderne Arbeitnehmer von heute nicht mehr nur Zeit gegen Geld. Er weiß, dass seine Zeit mehr als kostbar ist und benötigt Herausforderungen und ein kreatives Umfeld.

Wenn man die Idee weiterspinnt, dass Geld Motivationsfaktor Nummer 1 ist, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass es immer wieder ein Unternehmen geben wird, welches bessere monetäre Konditionen anbietet. Wenn Unternehmen nur Geld als Unterscheidungsmerkmal aufweisen, dann werden sie auch einen dementsprechenden Menschenschlag anziehen, der beim erstbesten Angebot das Weite sucht. Professionelles Branding verhindert dies, weil es das Unternehmen mit anderen Werten “auflädt”.

Moderne Tools nützen

Neben dem individuellen Branding ist es auch wichtig, welche Strategie bei der Personalsuche angewandt wird. Unternehmen müssen sich fragen, wo die potentiellen Fachkräfte sich aufhalten im World Wide Web. Die Antwort auf diese Frage kann immer wieder mit diversen Sozialen Medien beantwortet werden. Diese neuen Kommunikationskanäle sind prädestiniert dafür, Mitarbeiter auf sich aufmerksam zu machen. Nicht nur das: Social Recruiting-Strategien sorgen dafür, dass Mitarbeiter nicht nur aufmerksam gemacht werden auf das Unternehmen, sondern dass man dadurch die Mitarbeiter vorqualifizieren kann und dadurch teure Streuverluste vermeidet.

Wie Social Recruiting funktioniert

Obgleich es eine mächtige Strategie der Mitarbeitergewinnung darstellt, darf nicht davon ausgegangen werden, dass sie von heute auf morgen funktioniert. Viel mehr braucht man eine gewisse Vorlaufzeit, damit alles optimal läuft. Wenn diese Vorlaufzeit jedoch eingeräumt wird, dann sorgt Social Recruiting für ein nie enden wollendes Reservoir an Fachkräften, aus dem Unternehmen schöpfen können.

Es gibt mehrere Wege, diese Strategie zur Anwendung zu bringen. Beispielsweise kann man verschiedene Quizarten oder Rätsel auf Social Media Portalen schalten, die genau die gewünschten Fähigkeiten “triggern” und auf diese Weise elegant die Vorqualifizierung potentieller Mitarbeiter übernimmt. Der Spieltrieb kann so geweckt werden und Unternehmen können sehr einfach mit dem potenziellen Personal in Kontakt treten.

Es gibt noch etliche weitere Möglichkeiten, mit in Frage kommenden Mitarbeitern über Social Media ins Gespräch zu kommen. An diesem Punkt ist es eben wichtig, die eigenen Präferenzen zu kennen und an den Markt zu kommunizieren.

Ausblick für die Mitarbeitergewinnung 2021

Die derzeit herrschende Wirtschaftslage ist sehr herausfordernd für alle Beteiligten. Dennoch tun sich gerade jetzt fantastische Möglichkeiten auf, was die Mitarbeitergewinnung betrifft. Alles, was Unternehmen machen müssen, um zum gewünschten Personal vorzudringen, ist eine andere Perspektive, nämlich die der Mitarbeiter, einzunehmen und sich kreativ an moderne Suchstrategien heranzuwagen. Je früher sie damit beginnen, desto besser, da dann Zeit für Optimierungen und Weiterentwicklungen bleibt.

Autoreninfo

3 eigene Unternehmen, 5 Jahre Praxiserfahrung in Mitarbeiterführung und mehr als 120 begeisterte Unternehmer, die Cüneyt Karatas Fähigkeiten als herausragenden Experten für Mitarbeitergewinnung und Unternehmertum zutiefst wertschätzen. Nicht zuletzt, da durch seine Strategien in der Gewinnung motivierter Fachkräfte nicht nur spürbare, sondern auch messbare Ergebnisse, wie bis zu 31%ige Umsatzsteigerungen, Realität werden.

 

 

 

 

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