Startseite Internationalisierung Geschäftsleute aus aller Welt sehen neue Perspektiven in Nordostasien

Geschäftsleute aus aller Welt sehen neue Perspektiven in Nordostasien

von RATGEBERmanagement

Unter dem Motto “Stärkung des gegenseitigen Vertrauens und der Kooperation für eine erfolgreiche Zukunft Nordostasiens” hat die 12. China-Northeast Asia Expo am 23. August in Changchun (Hauptstadt der Provinz Jilin in Nordostchina) ihre Tore geöffnet. Weithin gilt die Überzeugung, dass in Nordostasien – eine der dynamischsten Regionen der Welt – verschiedene günstige Faktoren zusammentreffen. Die Kooperation und Entwicklung in Nordostasien trifft auf neue Chancen bei der Vernetzung von Infrastruktur, Kooperation der Kommunalregierung und der persönlichen Begegnung. Alle Länder der Region müssen handeln, um den regionalen Wohlstand zu sichern, und zur Stärkung der Weltkonjunktur ihren eigenen Beitrag leisten.

Die China-Northeast Asia Expo ist die einzige internationale Großausstellung auf Staatsebene in der Region, an der sich sechs Länder beteiligen: China, die Demokratische Volksrepublik Korea, Japan, die Republik Korea, die Mongolei und Russland. Aber die ganze Welt ist eingeladen. Sie hat sich zu einer wichtigen Plattform für den Dialog und Austausch unter den Regierungen in Nordostasien, die regionale Zusammenarbeit bei Wirtschaft und Handel sowie die persönliche Begegnung für die Länder Nordostasiens entwickelt. Darüber hinaus ist sie ein wichtiges Sprungbrett für den Nordosten Chinas, um sich fundamental in die gemeinsame Errichtung der neuen Seidenstraße einzubringen.

In Nordostasien leben um die 1,7 Milliarden Menschen, die etwa ein Fünftel des weltweiten BIP erwirtschaften. Die regionalen Volkswirtschaften sind hochgradig komplementär und haben enormes Kooperationspotenzial. Laut Statistik belief sich Chinas Handelsvolumen mit den fünf Ländern in Nordostasien 2018 auf 758,57 Mrd. USD – ungefähr ein Viertel des gesamten chinesischen Außenhandels. China ist der wichtigste Handelspartner für die fünf Ländern Nordostasiens.

Nach Worten von Kwon Goo-hoon, Vorsitzender der südkoreanischen North Economic Cooperation Commission, ist Südkorea gewillt, durch Kooperation mit China, Russland, der Mongolei und anderen Ländern die Rolle als Bindeglied zwischen Kontinent und Meer einzunehmen. Im Rahmen der Seidenstraßeninitiative ist Südkorea bereit, seine fortschrittliche Bautechnik und operative Leistungskompetenz mit dem weit verzweigten chinesischen Beteiligungsgeflecht zu kombinieren, um eine enorme synergetische Wirkung zu erzeugen.

Leonid Slutsky, Vorsitzender des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der russischen Staatsduma, hat im Spitzenforum zur Kooperation in Nordostasien die Zusammenarbeit und den Dialog betont. Er hat Besucher aus verschiedenen Ländern zum russischen Ausstellungsbereich eingeladen, um sich über die Entwicklungschancen im Fernen Osten Russlands zu informieren.

Der chinesische Vizehandelsminister Wang Shouwen erklärte, dass die chinesische Seite gewillt ist, mit den Mitgliedsstaaten der Greater Tumen Initiative (GTI) zusammenzuarbeiten, um Entwicklungsstrategien besser abzustimmen, die praktische Kooperation voranzubringen und die Menschen in der Region am Erfolg der GTI-Kooperation teilhaben zu lassen. Aus der GTI soll eine unabhängige internationale Organisation entstehen, um Nordostasien in Zukunft zu einem größeren Wohlstand zu verhelfen.

Die Expo diente auch anderen Ländern als Plattform, beispielsweise beim Tschechischen Tag, um den Wirtschaftsaustausch zwischen Ländern Nordostasiens und Europa zu stimulieren.

Nach Worten von Walter Döring (Europäischer Wirtschaftssenat) legt die EU großen Wert auf die Zusammenarbeit mit Nordostasien. Im Mai nächsten Jahres wird eine Wirtschaftsdelegation nach China reisen, um Ausstellungen zu veranstalten und Gespräche zu führen.

Eines der Highlights der 12. China-Northeast Asia Expo war der runde Tisch zur lokalen Kooperation in Nordostasien. Die Übereinkunft von Changchun ist eines der Hauptergebnisse der Konferenz. Darin werden die Kommunalregierungen von Nordostasien aufgefordert, sich für den Aufbau eines effizienten regionalen Verkehrs- und Logistiknetzes einzusetzen und in Nordostasien einen Wasser-, Land- und Luftkorridor zu errichten.

Die China-Northeast Asia Expo hat seit ihrer Premiere im Jahr 2005 hochrangige Beamte aus mehr als 100 Ländern und Regionen sowie 720.000 Geschäftsleute aus mehr als 130 Ländern und Regionen angelockt. Etwa 10.000 ausländische Kunden sind zu dem Event angereist, bei dem viele der 500 weltweit führenden Unternehmen vertreten waren.

(ots)

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