Startseite Einkauf “Der Einkauf ist ein unterbewerteter Ertragsbringer – die Unternehmen müssen endlich umdenken!”

“Der Einkauf ist ein unterbewerteter Ertragsbringer – die Unternehmen müssen endlich umdenken!”

von RATGEBERmanagement

Dr. Sebastian Moritz, Experte für angewandte Spieltheorie und Vorstand von TWS Partners AG, beleuchtete auf dem 14. CFO-Kongress in München die Schlüsselrolle des Einkaufs in Unternehmen. Dabei analysierte er die Perspektiven von Chief Procurement Officers (CPOs) und Chief Financial Officers (CFOs). Seine praktischen Erfahrungen belegte er mit Ergebnissen einer neuen Studie. Der Appell von Dr. Sebastian Moritz: “Das Ergebnis der Unternehmen hängt vom Einkauf ab, hier liegen noch nicht ausgeschöpfte Potenziale. CPOs und CFOs erkennen zwar, dass ein Umdenken nötig ist, um diese Potenziale zu heben, doch es fehlt ihnen eine Lösung. Diese gibt es: Spieltheorie und Industrieökonomik sind hier wichtige Instrumente. Mit dieser Methodik ausgestattet, kann der Einkauf erfolgreicher sein. Die Unternehmen müssen endlich umdenken!”

Das Beratungsunternehmen TWS Partners, das sich darauf spezialisiert hat, seine Verhandlungsstrategien auf die mehrfach mit Nobelpreisen ausgezeichnete Spieltheorie aufzubauen, hat 2018 gemeinsam mit dem Handelsblatt Research Institute (HRI), unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Bert Rürup, eine Studie zur Schnittstelle zwischen CPOs und CFOs durchgeführt. Erste Ergebnisse wurden nun auf dem CFO-Kongress vorgestellt. Von 59 befragten Großunternehmen, die über mehr als 500 Mio. Euro Einkaufsvolumen verfügen, gaben 64 Prozent der CPOs und 50 Prozent der CFOs an, dass die Potenziale des Einkaufs nicht ausgeschöpft sind.

“Geradezu alarmierend für Unternehmen muss das Ergebnis sein, dass es hier gegenüber dem Einkauf ein großes Vertrauensdefizit gibt”, erläuterte Dr. Sebastian Moritz: “Der CPO fühlt sich durch zu späte Einbindung in die Prozesse sowie das immer noch vorhandene Silodenken der Funktionsbereiche behindert, einen nachhaltigen Wertbeitrag zu erzielen. CFOs sehen dagegen das Haupthindernis in der Qualität und Quantität der Mitarbeiter.” Diese Situation ist paradox, wie Dr. Moritz in seinem Vortrag ausführte: “Denn der CFO würde sich deutlich mehr Beitrag vom Einkauf wünschen. Doch innovative Ansätze und alternative Lösungswege werden als zu komplex angesehen und daher gar nicht erst in Betracht gezogen.”

Dieser ökonomische wie auch strategische “Systemfehler” im Einkauf ließe sich einfach beheben, so Dr. Sebastian Moritz: “Spieltheorie und Industrieökonomik bieten hier wichtige Lösungsansätze für CFOs und CPOs, um gemeinsam erfolgreicher zu sein. Wir erleben es in der täglichen Arbeit, wie durch diese neue Art zu denken und zu arbeiten Grenzen in Unternehmen verschwinden und die Potenziale gehoben werden.”

Angewandte Spieltheorie als der zentrale Schlüssel, um die Potenziale des Einkaufs auszuschöpfen und crossfunktionale Prozesse neu und effizienter zu strukturieren – dies beweist das Beispiel von Diehl Controls, das Dr. Moritz auf dem CFO-Kongress zitierte. Dazu Josef Fellner, CFO bei Diehl Controls: “Die Methodik der Spieltheorie setzt bei der Analyse von Märkten und dem Verhalten unserer Lieferanten an. Sie eröffnet uns komplett neue Sichtweisen. Und dabei gehen wir als CPOs und CFOs die Themen gemeinsam an.” Erich Graf, CPO bei Diehl Controls, ergänzt: “Wir können so neue Lösungen und Wege finden. Wenn man dies im Unternehmen lebt, kann man einen ganz erheblichen Beitrag leisten und wird auch von den Kollegen außerhalb des Einkaufs als Werttreiber wahrgenommen. Wir machen unsere Mannschaft damit stärker und erwirken die Ergebnisse. Das ist die Veränderung, die Transformation hin zu mehr Impact im Einkauf!”

(ots)

Bildquellen

  • “Der Einkauf ist ein unterbewerteter Ertragsbringer”: obs/TWS Partners AG

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