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Colliers International zur Corona-Krise: Marktteilnehmer erwarten Umdenken der Handelsbeziehungen mit China

von RATGEBERmanagement

Etwa die Hälfte der Befragten gab letzte Woche bei der Blitz-Umfrage des Immobilienberatungsunternehmens Colliers International unter den Logistikimmobilien-Akteuren an, dass die Nachfrage nach Logistikflächen konstant bleiben wird. Diese Woche zeigt sich nun, dass aufgrund der Maßnahmen durch die Bundesregierung die Lagerkapazitäten der Lebensmittelhändler, Pharmalogistiker und auch der Onlinehändler hochgefahren werden und die aktuelle Nachfrage in Folge der Corona-Krise deutlich gestiegen ist.

Peter Kunz FRICS, Head of Industrial & Logistics EMEA bei Colliers International: „Besonders Onlinehändler wie Amazon erwarten durch die derzeitigen Einschränkungen bei Einkaufsmöglichkeiten für den mittel- und langfristigen Bedarf in der kommenden Zeit einen starken Anstieg ihrer Bestellungen. Die Bereitschaft Einkäufe online zu tätigen ist derzeit so hoch wie noch nie zuvor. Kurzfristige Lagerlösungen sind daher aktuell sehr nachgefragt.“

Während es im Bereich Lagerlogistik und der lokalen Produktion von Bedarfsgütern derzeit boomt, dehnen sich die Meldungen zu vorläufigen Werksschließungen von Volkswagen, Daimler und Co. aus. Die Produktion im eigenen Land und die daraus hervorgehenden kurzen Lieferwege stellen sich als Vorteil heraus. Die Lieferengpässe insbesondere der Automotive-Branche sind überwiegend auf die stockenden Importe aus dem Ausland insbesondere China zurückzuführen.

Kunz stellt fest: „Die letzten Tage und Wochen haben gezeigt, dass die Abhängigkeit von Güterimporten aus nur einem Land, der eigenen Wirtschaft nun aktuell im Weg steht und wir hier unsere Lehren daraus ziehen. Mehr als die Hälfte der befragten Marktteilnehmer gab bei unserer Umfrage an, dass sie durch die Corona-Krise ein kurzfristiges Umdenken der Handelsbeziehung mit China hinsichtlich der Importe und Lagerhaltung erwarten. 21 Prozent der Teilnehmer sind sogar der Meinung, dass die aktuelle Phase langfristige Auswirkungen auf die Handelsbeziehung zu China haben wird. Auch in der Politik hat sich diese Meinung in den letzten Tagen verstärkt abgezeichnet.“

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